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4.2.1 Issue-Management / Ursachen-Wirkungs-Diagramm

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4.2.1 Issue-Management / Ursachen-Wirkungs-Diagramm
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Übersicht (4.2.1.P1)

Das nach seinem Erfinder, dem Japaner Prof. Ishikawa, benannte Ishikawa-Diagramm ist die Visualisierung eines Problemlösungsprozesses, bei dem nach den primären Ursachen eines Problems gesucht wird. Die Methodik hilft, komplexe Probleme mit vielen zusammenhängenden Ursachen zu erklären. Sie basiert auf der Analyse von Ursache und Wirkung, wobei Sie immer die Ursache einer Wirkung suchen und die gefundene Ursache wieder die Wirkung einer tieferen Ursache sein kann. Die Methode

  • erlaubt verschiedene Kategorien von Ursachen zu untersuchen,
  • fördert die kreative Ideensammlung (Brainstorming),
  • bietet einen visuellen Überblick über das Problem und ihre möglichen Ursachen.
Entwicklung des Ursachen-Wirkungs-Diagramms (4.2.1.P1)
  1. Ausgangspunkt des Diagramms ist eine Box auf der rechten Seite, in der Sie das bestehende Problem beschreiben. Das kann das tatsächliche Problem oder ein Symptom sein. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie sich darüber noch nicht sicher sein.

  2. Zeichnen Sie einen horizontalen Pfeil, der auf die Box zeigt. Dieser Pfeil dient als sogenannter Backbone, von dem aus weitere größere oder kleinere Ursachen kategorisiert und zueinander in Beziehung gesetzt werden.

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  3. Ziehen Sie dazu auf diesen Backbone-Pfeil von oben und unten schräge Ursachenpfeile. Diese Hauptpfeile werden meist mit den Grundkategorien Material, Maschinen, Methode und Mensch bezeichnet. Weitere typische Kategorien sind: Umfeld, Management, Messung und Prozesse.

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  4. Auf diese Hauptpfeile zielen nun wiederum horizontale Pfeile, an denen die gefundenen Problemursachen eingetragen werden. Im Wechsel der schrägen und horizontalen Pfeile kann nun nach immer tiefer liegenden Ursachen geforscht werden. Als Faustregel gilt dabei die Technik der „Fünf Warums“, d.h. man nimmt an, dass man bis zu fünf Mal „Warum“ fragen muss, um an die eigentliche Wurzel des Problems zu gelangen. Wegen seines Aussehens wird das Ursache-Wirkungs-Diagramm auch Fischgräten- bzw. Tannenbaum-Diagramm genannt.


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  1. Ursachen-Wirkungs-Diagramme werden in der Regel im Brainstorming-Verfahren in einer moderierten Arbeitsgruppe erstellt. Für den Erfolg ist es wichtig, dass für jeden Bereich des zu analysierenden Problems sachkompetente Teilnehmer anwesend sind. Dies kann bedeuten, dass auch externe Personen (z.B. Lieferanten, Kunden) mit einbezogen werden müssen.

  2. Mit Hilfe des Brainstormingverfahrens werden die Ursachen und Wirkungen des Problems untersucht. Die Einzelergebnisse werden mit der jeweiligen Wahrscheinlichkeit auf Karten notiert.

  3. Die Karten werden dann gemäß der Diagrammvorlage in Haupt- und Nebenkategorien klassifiziert und das Ursachen-Wirkungs-Diagramm erstellt.

  4. Diese Technik kann auch verwendet werden, um Aktivitäten in Prozessen zu strukturieren bzw. Prozesse zu analysieren. In diesem Fall steht an der Spitze des Hauptpfeils das Ergebnis des Prozess’, dem die einzelnen Aktivitäten als Fischgräten zugeordnet werden.

  5. Erstellen Sie anhand des Diagramms einen Aktionsplan zur Lösung des Problems.


Weitere Richtlinien zur Ursachen-Wirkungs-Analyse (4.2.1.P3)
  • Überprüfen Sie, ob sich alle über das zu lösende Problem einig sind. Der Brainstorming-Prozess kann schwierig und verwirrend werden, wenn die Beteiligten versuchen, unterschiedliche Problemstellungen zu lösen.

  • Benutzen Sie die Brainstorming-Techniken, um Hauptkategorien und Ursachen zu ermitteln. Alle Ideen sind erlaubt. Richten Sie den Schwerpunkt der Diskussion auf das Verständnis der Ideen und nicht auf deren Überprüfung, ob sie gültig sind oder nicht.

  • Versuchen Sie nicht, von einer Hauptkategorie gleich in die Problemlösung zu springen. Untersuchen Sie zuerst alle Haupt- und Nebenkategorien, bevor Sie sich der Problemlösung zuwenden.

  • Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten das Fischgräten-Diagramm gut sehen, damit sämtliche Verbindungen und Beziehungen optisch klar ersichtlich sind.

  • Überfüllen Sie das Diagramm nicht. Wenn z.B. eine Kategorie das Diagramm zu stark dominiert, lagern Sie dieses lieber in ein zweites Diagramm aus.

  • Beachten Sie, dass ein wiederholtes Auftreten von Ursachen in unterschiedlichen Hauptkategorien ggf. die Wurzel des Problems sein kann.