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3.1.1 Arbeitsplan und Budget managen / Kritischer Pfad

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3.1.1 Arbeitsplan und Budget managen / Kritischer Pfad
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Die Berechnung des kritischen Pfads (3.1.1.P5)

Berechnung des kritischen Pfads

FAZ= der früheste Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität beginnen kann
FEZ= der früheste Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität enden kann
SAZ= der späteste Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität beginnen kann
SEZ= der späteste Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität enden kann

Es gibt eine Methode, den kritischen Pfad manuell zu berechnen, indem man zu Beginn eines Projekts die frühesten Anfangszeitpunkt (FAZ) und den frühesten Endtermine (FEZ) aller Vorgänge bestimmt. Dann beginnt man am Ende des Projekts und rechnet rückwärts, indem man den spätesten Anfangszeitpunkt (SAZ) und spätesten Endtermin (SEZ) der Vorgänge berechnet. Die Differenz zwischen dem spätesten (SAZ) und dem frühesten Anfangsdatum (FAZ) ist die Pufferzeit des Vorgangs. (Die Differenz zwischen dem spätesten und dem frühsten Enddatum wird zu demselben Ergebnis führen.) Nun sucht man vom Anfang bis zum Ende die Vorgangskette heraus, die keinen Puffer hat. Diese ist der kritische Pfad.

Vorwärtsrechnung

Mit der Vorwärtsrechnung werden die frühesten Anfangstermine (FAZ) und die frühesten Endtermine (FEZ) für jeden Vorgang berechnet.

Rückwärtsrechnung

Nachdem die letzte Aktivität mit der Vorwärtsrechnung berechnet ist, wird mit der Rückwärtsrechnung das späteste Enddatum (SEZ) und das späteste Anfangsdatum (SAZ) ermittelt. Das Projekt endet immer noch rechtzeitig.

Glücklicherweise werden alle Projektmanagement Software-Programme es Ihnen abnehmen, den kritischen Pfad zu berechnen. Für alle mittelgroßen bis großen Projekte benötigt man ein Tool, das den Arbeitsplan bearbeitet. Nutzen Sie diese automatischen Hilfsmittel. Im Fall eines kleinen Projekts gibt es möglicherweise nur eine Vorgangskette, und die dürfte leicht zu identifizieren sein.

Netzplan 

Freie Pufferzeit, Pfad-Pufferzeit und Gesamtpufferzeit (3.1.1.P6)

Wenn Sie die Pufferzeit in Ihrem Projekt betrachten, können Ihnen drei Begriffe begegnen: freie Pufferzeit, Pfad-Pufferzeit und gesamte Pufferzeit. Freie Pufferzeit ist ein Begriff, der für einzelne Vorgänge verwendet wird. Er bezieht sich auf die Puffermenge, die ein Vorgang hat ohne dadurch den nächsten Vorgang hinauszuzögern. Wenn beispielsweise Vorgang B ? ohne Auswirkung auf den nachfolgenden Vorgang ? bis zu fünf Tage nach Abschluss von Vorgang A beginnen kann, dann hat Vorgang B eine freie Pufferzeit von fünf Tagen.

Darüber hinaus gibt es das Konzept der Pfad-Pufferzeit, die der freien Pufferzeit zwar ähnelt, sich jedoch auf einen gesamten Pfad in einem Arbeitsplan bezieht. Alle Vorgänge auf dem Pfad haben dieselbe Pfad-Pufferzeit. Wenn ein Vorgang einen Teil seiner freien Pufferzeit aufbraucht, reduziert er damit ebenso auch die Pfad-Pufferzeit, die den anderen Vorgängen zur Verfügung steht. Wenn Sie beispielsweise drei Vorgänge ? A, B, C ? haben, von denen jeder eine freie Pufferzeit von fünf Tagen besitzt, beträgt die Pfad-Pufferzeit 15 Tage (5 + 5 + 5). Wenn Vorgang A pünktlich beginnt und pünktlich abgeschlossen wird, hat Vorgang B nun eine freie Pufferzeit von zehn Tagen und die Pfad-Pufferzeit beträgt nach wie vor 15 Tage. Wenn sich jedoch Vorgang A um fünf Tage verzögert, kann er trotzdem noch rechtzeitig abgeschlossen werden, und Vorgang B kann trotzdem rechtzeitig beginnen. Die Pfad-Pufferzeit ist nun um fünf Tage verkürzt worden, was eine restliche Pfad-Pufferzeit von zehn Tagen ergibt. Im nächsten Beispiel nehmen wir an, dass statt 5 Tage 15 Tage für die Fertigstellung benötigt wird und dementsprechend aus dem Gesamtpuffers nichts mehr zur Verfügung steht. Das hat zur Folge, dass für alle anderen Vorgänge auf dem Pfad kein Puffer mehr zur Verfügung steht.

Die Gesamtpufferzeit bezieht sich auf die Summer der Pufferzeit aller Vorgänge auf allen Pfaden. Wenn sie eine große Menge an gesamter Pufferzeit haben, haben Sie normalerweise eine viel größere Auswahl bei der Entscheidung, wie Sie die Ressourcen verteilen um die vorgesehenen Termine einzuhalten, und Sie haben einen größeren Spielraum, sollte Ihr Projekt in Verzug geraten. Wenn jedoch die Gesamtpufferzeit eines Projekts gering ist, bedeutet das ein höheres Risiko hinsichtlich Ihres Terminplans sowie einen geringeren Spielraum. Wenn das Projekt in Verzug zu geraten droht, wird es Ihnen schwerer fallen, die Ressourcen umzuverteilen, denn wenn ein anderer Pfad sich verzögert kann er schnell zum kritischen Pfad werden.