Überblick (10.0.P1)

Das Erheben von Metriken ist einer der anspruchsvollsten Prozesse im Projektmanagement und vielleicht auch der mühevollste. Da es sehr schwierig ist, Metriken zu definieren und zusammenzutragen, wird dieser Prozess vielfach ignoriert. Elementare Metriken bezüglich Kosten, Aufwand und Zykluszeit sollten zu jedem Projekt gehören. Schritt 10 von TenStep behandelt jedoch Metriken, die ausdrücken sollen, wie gut die Lieferobjekte die Erwartungen des Kunden erfüllen bzw. wie gut die Lieferprozesse des Projekts arbeiten. Je nach Resultat können dann bei diesen Prozessen Verbesserungsmaßnahmen ergriffen werden.

Metrikmanagement und Qualitätsmanagement stehen untereinander in Beziehung. Die Qualität kann nur sehr schwer verbessert werden, wenn Sie nicht mit Metriken arbeiten. Metriken liefern Indikationen über den Anfangsstatus der Qualität und über deren nachfolgende Verbesserung oder Verschlechterung. Gleichzeitig müssen Sie sich die Frage stellen, was Sie mit den Metrik-Informationen machen werden. Wenn Sie nicht die Absicht haben, mit Metriken das Projektmanagement und v.a. das Qualitätsmanagement zu verbessern, dann gibt es keinen Grund, mehr Informationen zu erheben als jene über Kosten, Aufwand und Zeitdauer.

Metrikmanagement bietet bei mittleren und großen Projekten Vorteile. Den größten Nutzen bringt jedoch die unternehmensweite Anwendung, v.a. wenn aus den Metriken abgeschlossener Projekte ein Satz von Best Practices und Standards für alle Projekte abgeleitet werden kann.